Die Frankfurter Eintracht

Hier läuft gerade ziemlich viel ziemlich gut. Als Pokalsieger des Vorjahres ging man mit breiter Brust in die letzte Saison und viele unkten bereits, dass mit dem Abgang von Coach Niko Kovac der große Einbruch in Frankfurt passieren würde. Doch weit gefehlt! Die Eintracht beendete die letzte Saison mit einem sensationellem siebten Platz und darf sich somit berechtigte Hoffnung auf die Teilnahme in der UEFA Europa League machen. Eine Ehre, die dem Verein nicht allzu häufig zuteil geworden ist. Die Fans freuen sich jedenfalls riesig. Das große Fußballfest geht in Frankfurt in seine nächste Runde.

Adi Hütter hochzufrieden

Adi Hütter, der das große Erbe des Niko Kovak antrat, lieferte in seinem ersten Jahr eine sehr gute Leistung ab. In der Chefetage des Clubs ist man sichtlich erleichtert über die glückliche Entscheidung pro Hütter. Der Sportvorstand Fredi Bobic verpflichtete für die neue Saison den Ex-Weltmeister Erik Durm, er konnte ablösefrei nach Frankfurt gelotst werden und soll die Eintracht variabler machen. Bobic war nach dem Deal sichtlich erleichtert und auch ein wenig stolz, einen solchen Hochkaräter ohne Ablösesumme bekommen zu haben. Dies ist in Zeiten, in denen für mittelmäßige Spieler die Ablösesummen im hohen zweistelligen Bereich liegen ein echter Coup.

Der FC Augsburg

Dem Drama nur knapp entgangen ist der FC Augsburg, als er sich mit 32 Punkten auf einen Nicht-Abstiegsplatz retten konnte. Es war ein langer Kampf, der sehr nervenaufreibend gewesen ist und den sich viele in der neuen Saison ersparen möchten. Die Vorbereitungen in Tirol verlaufen eher durchwachsen. Das erste Testspiel gegen den VFL Wolfsburg glich einer Klatsche. Mit 8 : 1 fertigten die Wolfsburger die Mannschaft aus Augsburg ab, dies hatte man sich etwas anders vorgestellt. Beim zweiten Testspiel gegen Hertha BSC verlief es auch dann deutlich besser. Zur ersten Halbzeit führte hier Augsburg noch mit 1:0, ehe sich das Spiel in der zweiten Halbzeit gegen den Verein wendete. Die Hertha verließ nach einem 3 : 4 als Sieger den Platz.

Augsburg konnte sich gegenüber dem ersten Spiel deutlich steigern

Besonders die erste Halbzeit hat viel Mut gemacht, und die Offensivaktionen der zweiten Halbzeit waren ebenfalls sehr vielversprechend. Die Leistungen im Defensivbereich ließen allerdings zu wünschen übrig, hier standen zuweilen Tür und Tor offen und luden die gegnerische Offensive geradezu ein, ihre Tore zu schießen. Hier gibt es für den Cheftrainer Martin Schmidt noch viel zu tun, es sei ihm aber zugute zu halten, dass er einen komplett neuen Kader zu einer Mannschaft formen muss. Die Zu- und Abgänge in dieser Transferperiode waren zahlreich. Hier ist noch viel Abstimmungsarbeit zu leisten, und die Zeit bis zum Ligaauftakt im August will genutzt werden.

Besonders auf einen kommt es an

Der ehemalige Stürmer der SC Freiburg, Florian Niederlechner, wird eine wichtige Rolle einnehmen, denn er wird den leider oft verletzten Stürmer und Torgaranten der letzten Jahre Alfred Finnbogason ersetzen. Hier lastet vom ersten Spieltag an eine enorme Verantwortung auf den Schultern des 28 Jahre alten Neuzugangs.

Der VFB Stuttgart

In Stuttgart wird nicht nur der Hauptbahnhof tiefergelegt, sondern auch die Fußballmannschaft der Autostadt im Süden des Landes geht eine Etage nach unten. In einem langen und nervenaufreibenden Abstiegskampf musste sich der VFB am Ende geschlagen geben und geht nun im Unterhaus der Bundesliga auf Punktejagd. Eine verdammt bittere Pille, denn vor nicht gar allzu langer Zeit hielt man in Stuttgart noch die Meisterschale in die Höhe. Jetzt heißt es zweite Liga und statt nach Dortmund und Schalke geht es nach Sandhausen und Bielefeld.

Wie schnell schaltet die Mannschaft um?

Dies wird die entscheidende Frage sein, denn allzu oft sind abgestiegene Erstligisten bei ihrem ersten Jahr in Liga zwei bitter auf die Nase gefallen. Dem Hamburger SV ist dies in der Rückrunde passiert. Dieses Beispiel sollte der Mannschaft aus Stuttgart eine Warnung sein, denn auch in Liga zwei wird Fußball gespielt, und wer nicht hoch konzentriert und mit vollem Einsatz zu Werke geht, der kommt unter die Räder und bleibt ein Jahr länger unten. In dieser Saison gibt es nun mit Stuttgart, Hamburg, Nürnberg und Hannover gleich vier Mannschaften, die unbedingt aufsteigen wollen. Für die Fans bedeutet dies eine spannende Zeit.