Bayer 04 Leverkusen im Porträt

Die kleine Stadt am Rhein, zwischen Köln und Düsseldorf gelegen, hat weit mehr Tradition und Fußballkultur als es ihr so mancher Fan anderer Vereine vorwirft. Der Spitzname „Werkself“ sagt natürlich direkt aus, worum sich die Vorwürfe drehen, nämlich um die Einflüsse des Pharma-Herstellers Bayer Leverkusen. Doch hat der Sport eine sehr lange und tiefverwurzelte Tradition im Verein. Dabei ging es primär weniger um den Fußball, sondern um den Sport im Allgemeinen. Denn noch heute kommen viele, zeitweise sogar die meisten, deutschen Olympia-Teilnehmer aus Leverkusen.

Körperertüchtigung ist gut für die Arbeiter

Dies war die Devise der Verantwortlichen zur Jahrhundertwende. Man brauchte gute und tüchtige Arbeiter, damit das Unternehmen seine Ziele erreichen konnte. Der Sport war ein Mittel zum Zweck. Aus dieser anfänglich recht pragmatischen Betrachtung ist eine eigene Abteilung entstanden, die stets mit ordentlichen finanziellen Mitteln ausgestattet worden ist. Die Bedeutung und der Stellenwert ist innerhalb des Konzerns über die Jahre stets gewachsen und zu einer eigenen Marke mit einem eigenen Gesicht geworden.

Es mag ein wenig anrüchig klingen, dass der Konzern zur damaligen Zeit so gedacht hat, doch den meisten anderen Unternehmen war der körperliche und geistige Zustand seiner Mitarbeiter recht egal. Bayer Leverkusen war somit in gewisser Weise ein sehr vorbildliches Unternehmen. Wie schon erwähnt setzt sich die Sportabteilung des Konzerns auch sehr für die Belange der Olympioniken ein und hat auf diese Weise sehr viele der deutschen Medaillen-Gewinne erst möglich gemacht.

Leider meist nur Zweiter

In der Zeit rund um die Jahrtausendwende hat sich die Werkself den Spitznamen „Vizekusen“ eingehandelt. In dieser Zeitspanne verpassten es die Leverkusener es mehrfach, den Sack zuzumachen und einen Titel zu gewinnen. Sie zeigten in dieser Zeit oft Nerven und verloren sicher geglaubte Titel und Trophäen, sei es im DFB Pokal, bei der Deutschen Meisterschaft oder der UEFA Champions League.

Es ist dem Verein zu wünschen, dass sie es schaffen, ganz oben zu stehen.

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